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Das Schloß
Das Schloß wurde von Georg Friedrich August von Ferrand von Montigny nach einem Chronogrammstein von 1782-85 erbaut.
Der Stammsitz der Familie ist Montigny les Ferrand in der Piccardie(Frankreich).
Das Schloß ist eine bescheidene regelmäßige dreiflügelige Anlage mit Herrenhaus und Wirtschaftsgebäuden.
Am Herrenhaus, einem zweigeschossigen verputztem Bruchsteinbau mit Rahmenwerk aus Rotsandstein von sieben Achsen mit Stichbogenfenster,sind die Seiten der Hauptfront risalitartig ein wenig vorgenommen, an der Rückfront der Mittelteil ; Tür und Fenster jeweils durch Mittelstück verbunden.
Darauf an der Vorderseite das Chronogramm :
A PRAENOBILI VIRO GEORGIO DE MONTIGNY CASTRI PRAESEXTIS FRONS CORONA AXORNATVR ( 1782 )
(Die Vorderseite des Kastells ist gekrönt worden mit der Krone verziert durch den Edelmann Georg von Montigny)
auf der Rückseite :
STA VIATOR ENSIBVS INVICTIS AEDEM HANC STRVXERE LEONES ( 1785 )
(Dieses Haus haben die Löwen mit unbesiegten Schwertern gebaut)
,eine Anspielung auf das hier angebrachte Wappen von Montigny mit Schwertern und springendem Löwen.
Vor der Freitreppe der Hofseite im Bodenpflaster die Jahreszahl 1824.
Im 19. Jh. wurde der Besitz des Schloßes geteilt und ging zur Hälfte käuflich an die Pfarrgemeinde Reuland und an Privat über.
Heute ist das Schloß im Besitz der Familie Kaut-Theis-Gennen.
Ereignisse rund ums Schloß:
1974: Ein Großbrand zerstörte einen Großteil des Wirtschaftskomplexes auf einer länge von 65 m , glüchlicherweise wurde bei dem Großbrand keiner verletzt .
1977: Dreharbeiten zu dem Film "Winterspelt"
1987: Ein Tag auf den Bauernhof
2026: Burgleben

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Das ehemaliges BURGHAUS der Herren von Bracht.
Zuerst erscheint der Ort Bracht im Namen des Hugo von Brait im Jahre 1330.Weiter erscheint das Geschlecht von Bracht mit Schilz von Bracht im Jahre 1405, der mit Johann von Steffeshausen und der Gemeinde Halenfeld eine Urkunde über die in diesem Orte zu errichtende Kappelle austellt.
Winand von Bracht wird im Jahre 1454 als Mannrichter der Burgleute zu Reuland genannt.Sein Wappen und das der Maria von Bracht weisen mit dem Sparren als Bild auf Beziehungen zu der Wappengruppe MANDERSCHEID hin.Die Familie erscheint noch im Jahre 1506 mit Margaretha und ihrem Sohn Kalt von BRACHT.
Reste des Burghauses sind leider nicht nachweisbar.